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Informationen Kolloidales Silber

Das Kolloidale Silber

 

Sowohl kolloidales Silber wie auch verschiedene Silber-Lösungen wurden in Deutschland schon im ausgehenden Mittelalter hergestellt und in der Medizin verwendet. So beschreibt der bekannte Arzt D. Georg Heinrich Behrs in seiner 1748 in Straßburg erschienenen Schrift "Zwey Bücher von der Materia Medica" die Farben der zu dieser Zeit in den Apotheken hergestellten Silber-Tinkturen "Tincturam Luna" und "Tinture d ́ Argent" als "himmelblau" oder "grünlich". Die Herstellung kristalloider Silberlösungen war zu dieser Zeit schon lange bekannt.

Ebenso war bereits seit etwa 1600 die Herstellung des kolloidalen Goldes "Aurum potabile" vor allen durch Paracelsus veröffentlicht und damit allgemein bekannt gemacht worden. Zur Herstellung der von Behrs beschriebenen Silber-Tinkturen wurde -so wie bei der Herstellung von kolloidalen Gold -vor allem Alkohol verwendet, ein bekanntlich starkes Reduktionsmittel. Gestützt auf diese Beschreibungen der Herstellungsweise und die Beschreibung der "grünlichen" Farbe -eine der typischen Farben des reinen kolloidalen Silbers, blau für chemisch hergestelltes kolloidales Silber mit verschiedenen Zusätzen -können wir mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass bereits zur damaligen Zeit kolloidales Silber hergestellt und angewendet wurde. Den tatsächlichen Nachweis erbrachte allerdings erst Wöhler in seiner 1839 erschienenen Schrift "Ueber das Verhalten einiger Silbersalze in Wasserstoffgas". (Wasserstoff reduziert unter Hitzezuführung Silberionen zu Silberkolloiden.)

Die Herstellung des kolloidalen Silbers durch Elektrolyse begann in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ist mit den Namen von Kohlschütter, Billitzer, Nordenson, Kutscherow u. v. a. verbunden. Bereits 1815 befasste sich Ruhland mit der Elektrolyse des kolloidalen Silber -damals noch unter dem Begriff "Elektrochemie" bekannt. Brauchbare Ergebnisse erzielte Georg Bredig in den 90iger Jahren des 19. Jahrhunderts mit der "elektrischen Zerstäubung" in destilliertem Wasser. Diese Methode wird heute noch unter der etwas seltsamen Bezeichnung "Hochvolt-Plasma-Methode" vor allem zur Herstellung eines allerdings nur sehr schwachen und meist instabilen kolloidalen Goldes angewendet. Sinn macht diese Methode eigentlich nur bei der Darstellung kolloider Dispersionen von Metallen, die sich elektrolytisch nicht darstellen lassen wie z. B. Platin. Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts diente mehr der Erforschung bzw. Dar-oder eben Herstellung des kolloidalen Silbers und ist mit so berühmten Namen wie Michael Faraday verknüpft. An dieser Stelle zu Michael Faraday: Faraday hat die "Gesetze der Elektrolyse" formuliert. Aber Faraday hat nie irgendeine "Tabelle" zur Herstellung von Kolloiden erstellt, weil so eine Tabellegar nicht möglich ist. Die Bildung der Kolloide sind ein der Elektrolyse "Nachgeschalteter" chemischer Prozess und hat mit dem Stoffumsatz bei der Elektrolyse nichts zu tun. Ebenso vergeblich ist es, die Konzentration eines kolloidalen Silbers durch den Gewichtsverlust der Elektroden ermitteln zu wollen.

Der Gewichtsverlust gibt nur die Masse der gelösten Ionen an. Aber selbst deren Konzentration lässt sich auf diese Weise nicht ermitteln, weil diese bereits während der Elektrolyse unterschiedliche Verbindungen eingehen.Die Konzentration eines kolloidalen Silbers lässt sich zuverlässig nur durch eine Analyse in einem Speziallabor ermitteln.Zu einer systematischen Anwendung in der Medizin kam es erst Ende des neunzehnten Jahrhunderts durch die Arbeiten von Graham, Caray Lea, Bredig und nicht zuletzt Credé. Credé stellte in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts auf einem Kongress in Moskau das von ihm hergestellte Kollargol vor. Dabei handelte es sich um ein hochkonzentriertes Kolloidales Silber, welches dann weltweit Verbreitung fand und das auch in Deutschland noch bis vor wenigen Jahren pharmazeutisch hergestellt wurde und in den Apotheken auf Rezept erhältlich war. Unser heutiges Wissen über das kolloidale Silber verdanken wir vor allem solchen hervorragenden Wissenschaftlern wie Richard Zsigmondy, der in den 20iger Jahren des vorigen Jahrhunderts viele bedeutende Arbeiten darüber veröffentlicht hat.

Die von uns hergestellten und hier angebotenen Silberdispersionen werden ausnahmslos elektrolytisch ohne Chemikalien oder andere Zusätze hergestellt. Es ist ein reines kolloidales Silber. Die Farbpalette der hier angebotenen Dispersionen ist daher wesentlich kleiner als die der chemisch hergestellten Silberdispersionen. Der Vorteil unserer Dispersionen sind hohe Kolloid-Konzentrationen bei sehr niedrigen Ionen-Konzentrationen und die Abwesenheit jeglicher giftigen Säuren oder Fremd-Elektrolyte. Die Stabilität und damit die Haltbarkeit ist dadurch in der Regel sehr lange.